Archive for the 'English' Category

Things think (rk-ology)

Friday, April 2nd, 2021

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“Things

Wednesday, March 31st, 2021

sing” (Robert Kelly)

a rose falling

from Vers-ailles

next

                      to Xerox

 

(For Patti Hill)

 

 

Logic

Wednesday, March 24th, 2021

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Fragmente

Friday, November 20th, 2020

„Wenn man aus einem Haus des 18. Jahrhunderts in eines des 16. tritt, so stürzt man einen Zeitabhang hinab, gleich daneben steht eine Kirche der gotischen Zeit, man gerät in die Tiefe, ein paar Schritte weiter ist man in einer Strasse aus den Gründerjahren.“

Ferdinand Lion, Geschichte biologisch gesehen nach Kiening, Mittelalter*, 35 verweisend auf Walter Benjamin, Das Passagen-Werk

 

„Die Welt, von der wir doch ein Stück sind, kam uns abhanden und wurde uns in unabsehbare Ferne gerückt“

Ernst Mach, Analyse der Empfindungen nach Kiening, Mittelalter, 51

 

„Konturen … wie Pferde in der Hand“

Rainer Maria Rilke, Der Stifter nach Kiening, Mittelalter, 67

 

“Lo, I am worn with travail”

Ezra Pound, Praise of Ysolt. Das Gedicht nimmt den Ton von Rossetti Übersetzung der Vita nova Dantes auf, nach Kiening Mittelalter, 134

 

“Thus I am Dante for a space … ”

Ezra Pound, Histrion, nach  Kiening, 136

 

Szene

Ein Dichter namens Bertran „sitzt auf seiner Burg am Tisch, beschreibt Pergamentfetzen und sucht nach Reimwörtern“. Kiening, Mittelalter, 158

 

Methode

„So wie Isis den zerstückelten Körper des Osiris wieder zusammenzusetzen versucht, unternimmt er [Pound] es, die erhabenen, aber disparaten Fragmente der Vergangenheit aufzusammeln, nicht sie zu einer Einheit verfugend, wohl aber aus ihnen ein Kondensat von Kultur gewinnend: ‘the image of a new and more constructive culture for our age’. “

Kiening, Mittelalter, 154 zitierend Ezra Pound, I Gather the Limbs of Osiris

 

„Die Poesie soll nicht durch Verallgemeinerung, sondern durch Vereinzelung den Dingen naherücken“

Kiening, Mittelalter, 153

 

„Die Alternative geht dann in die … Richtung …., die musikalische Magie des Originals [der Gedichte Cavalcantis] zu bewahren: ‘to bring over the qualities of Guido’s rhythm, not line for line, but to embody in the whole of my English some trace of that power which implies the man.’“

Kiening, Mittelalter, 127 zitierend Ezra Pound, Sonnets and Ballate of Guido Cavalcanti (Boston 1912)

 

Pound versteht ein Gedicht [The Seafarer] „ als Keimzelle der nationalen Situation …:

‘English national chemical’“

Kiening, Mittelalter, 129

 

Pound bewegt sich „auf Du und Du mit den grossen Dichtern … In einem an Cavalcanti gerichteten Epilog … heisst es:

‘Dante and I are come to learn of thee’.“

 

Kiening, Mittelalter, 125 zitierend Ezra Pound, Personae (London 1909)

 

Materialität

„Er [Arnaut] gibt an, die Pergamentblätter jener Texte, die …. die Wahrheit über sein Leben mitteilen, in einem Mauerloch versteckt zu haben – und inszeniert, das sein eigenes Gedicht mit dem Zusatz Mihi pergamena deest schliesst, ein schillerndes Spiel zwischen Materialität und Referenzialität des Textes.“ Kiening, Mittelalter, 138 referierend Ezra Pounds  Gedicht Marvoil. Es nimmt Bezug auf das Leben des Trobador Arnaut de Mareuil.

 

Spekulationen

Den Zeitpunkt anzugeben, an dem die Vorstellung von der Renaissance prominent wurde, ist eine Herausforderung. Sie stellt das Problem, wie Epochen gegliedert werden. Die Grenze, an der sich eine Epoche wie das Mittelalter von einer anderen wie der Renaissance klar unterscheiden lässt, ist schwer zu bestimmen. Das ist analog zu der Spekulation darüber, ob ein Punkt auf einer Linie zu einem Teilstück oder zu einem anderen Teilstück gehört. Das Verhältnis der modernen Dichtung zum Mittelalter betrifft das insofern, als es ein Verhältnis des Unterbruchs, des Abstands ist. Der Punkt, an dem der Bruch einsetzt, ist die Renaissance. Sie liegt zwischen Moderne und Mittelalter. Dabei ist die Setzung des Zeitpunktes, die Urheberschaft der Vorstellung von der Renaissance das benannte Problem: „Nur bedingt lässt sich also Jacob Burckhardt selbst als Urheber der Umwertung zwischen Mittelalter und Renaissance einstufen. Wohl aber wurde er deren Ahnherr, sahen doch die Zeitgenossen, als sie mit einigen Jahrzehnten Verzögerung sein Buch zum Kultbuch erhoben, den ‘eigentümlichen modernen Geist’ vor allem verkörpert im Gedanken der Individualität und des Auseinandertretens von Subjekt und Objekt.“ Kiening, Mittellalter, 24. Burckhardts Buch Die Cultur der Renaissance in Italien. Ein Versuch erscheint 1860 in Basel.

 

*Christian Kiening, Das Mittelalter der Moderne – Rilke-Pound-Borchardt (Göttingen: Wallstein, 2014)

 

Saturday, May 30th, 2020

Notes

chew

Words again.

Joy Goswani: Prelude – Salute to Niels Bohr

Friday, March 27th, 2020

It is an immense poem. Its root-rhythm, tree.
Ein unermessliches Gedicht. Sein Wurzel-Rhythmus, Baum.

Sacrificial blood on its leaves, it too is leaf.
Opferblut auf seinen Blättern, selbst ist es auch Blatt.

It is a mighty dance. Its root the huge dry
Es ist ein mächtiger Tanz. Seine Wurzel, die gross-trocken
Outstretched hand of the earth underfoot.
ausgestreckte Hand der Erde unter unseren Füssen.

*Springt die Nemo-Marke-Welt an. Nemo-Niemand wegen der niederen Lebewesen, wegen der Nautilus-Formen im Boden, Marke wegen kühl-britischen Küstenluft und dem unterirdischen Teilchenbeschleuniger mit dem Namen Isolde

It is so many seas. Its primal face in the water.
Es besteht aus so vielen Meeren. Sein Urgesicht ist Wasser.
Soaking up the lower depths it raises mountains –
Aus niederen Tiefen saugend hebt es Berge –
The wilder its expanse – the more it is flight
Je wilder die Ausdehnung – desto mehr wird’s zum Flug
Of grazing flocks – the more it loses the shepherds.
Streifender Herden – desto mehr verliert es die Schafhirten.

It is an finite metre. It is root-tree, dance.
Es ist ein endliches Mass. Es ist Wurzel-Baum, Tanz.
Yet, tree, you are ash in so many forests
Gerade, Baum, bist Du Asche in so vielen Wäldern
I chase the ash – I catch it – I break that poem
Ich jage der Asche nach – ich fasse sie – ich breche dieses Gedicht.
And find the whirling atom!
Und finde das wirbelnde Atom!
Ein unermessliches Gedicht. Joy Goswami
[Salute to Niels Bohr, 1913)]

Übersetzung und * von Nils Röller

Joy Goswami, Selected Poems, translated from the Bengali by Sampurna Chattarji (Noida: Harperperennial, 2018)

 

Prelude … [Salute to Niels Bohr, 1913]

Tuesday, December 3rd, 2019

It is an immense poem.

Ein unermessliches Gedicht. Joy Goswami

Headfarm

Wednesday, January 2nd, 2019

Find a tact

Einen Takt finden, dazu den Rhythmus ermitteln zwischen hier und dort, wo wir nicht sind. Silben suchen, Formen wie Vokabeln für sie lernen, nachahmen, wie in Gedichten anderer Worte sich organisieren lassen, erkunden zwischen Formen und Formeln ein Gewässer.

Explore a rhythm between here and there, where we are not. Searching for syllables, checking forms for them like a vocabulary, imitating poems written by others, exploring waters between forms and formulas.

Sampurna Chattarji: Rebellion

Tuesday, November 27th, 2018

 

Secret dealings between numbers.
Sequence of no real con
                                      Sequence.
 
Backs read backwards. Specimens
Are there only to be out
                                      Numbered.
 
Dotted lines wait with baited breath.
Planetary movements dis
                                       Enchanted.
 
Layer upon layer of anarchy
Adding up to eventual per
                                       Mission.

 

(responding to the strangeness of JSO Maerder … on site)

Sampurna Chattarji

Sampurna Chattarji: Return

Wednesday, November 7th, 2018

 

The rainbow arm is ready to shoot.
Ribs make way.
Into the arch pour all the viscid light.
Flexed arm at the root of suppleness.
Sea-horse hair.
Out of enormous hooves, a ringing.
Marbelling, hold your tongue.
Four craters enough for the moonbird.

 

Sampurna Chattarji