October 9th, 2006
wird erst da denkbar, wo ein Anderes erfahren wird. Das Andere ist schrecklich (gr. deinon). Das Schreckliche entspringt derselben sprachlichen Wurzel wie das griechische Wort zwei. Tritt etwas Schreckliches auf, verzweifelt man. Verzweifeln bedeutet (ist die Voraussetzung dafür), dass man sich entweder selbst neu fasst und damit das Andere als Herauforderung begreift, selbst zu sein, oder man gibt sich auf, geht in das Andere über. Europa hat nach Massimo Cacciari. die erste Option gewählt.
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 9th, 2006
Elemente einer Turingmaschine.
Posted in Mathematics | No Comments »
October 9th, 2006
verwendeten die Jäger in der Nähe von Vestonice “einen Wolfknochen mit 55 Kerben, aufgeteilt in zwei Reihen von Fünfergruppen”. Er “gilt nach Georges Ifrah (der Indiana Jones of numbers) als eine der ältesten Rechenmaschinen aller Zeiten.
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 9th, 2006
das Wortfeld ist im griechischen Wörterbuch in eine einladende Reihefolge eingebettet. Nach einem Wort, das ein Küstenstädchen bezeichnet, einem das Gerstenbrot bedeutet, vor einem Wort für Mütterchen, Mutter, Hebamme und einem Namen der Tochter des Atlas und zugleich Mutter des Hermes, findet man das Feld der Worte, die mit mathe beginnen, zum Beispiel die griechischen Bezeichungen für das Gelernte, Kenntnis, Wissen (to mathemata), dann für den Vorgang des Lernens, Auffassens, die Lehre und den Unterricht (mathesis). Am Fuss der Seite breitet sich dann das griechische Wort maino aus. Es bedeutet: rasend machen, passiv: in Raserei versetzt werden, sinnlos sein, von Sinnen sein. Die Ordnung des Wörterbuch rückt Rausch, Mythologie, Nahrung und einen Wohnort am Meer in eine Linie, in deren Mitte das Lernen steht. Ist das ein Zufall oder eine Einladung, Kunst, Mathematik und Sinnliches zusammen zu denken?
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 9th, 2006
das wissenwollende Wissen (techne mathematikos).
Posted in Art, Mathematics, Uncategorized | No Comments »
October 9th, 2006
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 6th, 2006
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 6th, 2006
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 6th, 2006
lautet* eine Redewendung im Amerikanischen. Wie aber bekommt man einen Song, wenn das Wissen würgt und es schwer fällt, etwas Leichtes zu schaffen. Ist ein Song etwas Schweres? Er fällt einem zu oder ein, wenn man die Sinne vorbereitet hat, die Sage- und Schreibmaschine eingerichtet hat. Wie richtet man sie ein? Wie ein Experimentalsystem?
Ein Experimentalsystem, so legt es Hans-Jörg Rheinberger nahe, operiert mit vagen Begriffen. Moderne biologische Forschung sei charakterisiert durch den Einsatz von Instrumenten, die natürliche Objekte zurichten, durch Zusammenarbeit und durch vage Begriffe. Sie sind die Bedingung der wissenschaftlichen Produktivität, die geschickt die Objekte und Forschungsvorhaben generiert, mit denen sie arbeitet. Forschung so ein zentrales Fazit Rheinbergers wird von internen Kräften zwischen Apparaten, Begriffen und Strukturen der Zusammenarbeit gelenkt und motiviert, die es nicht erlauben generell von Wissenschaft und Forschung zu sprechen, sondern von einzelnen, konkreten Entwicklungen. Sie gestatten jedoch das allgemeine Fazit, dass die Naturwissenschaften mit der Natur wenig im Sinn haben. Ist das Lied ein Experimentalystem? Wenn es den wissenschaftlichen Experimentalsystemen gleicht, wäre ein Lied recht teuer, dann wäre es umständlich, erst einmal ein Lied zu bauen, um dann damit etwas zu kaufen.
*nach Robert Kelly (Ein Lied? / Erst nach dem Brot Anmerkungen zu Louis Zukofskys „A“) im Schreibheft 66
Posted in Uncategorized | No Comments »
October 5th, 2006
Posted in Uncategorized | No Comments »