Headfarm
August 16th, 2015„ Ein Tag ist auch ein Raum.“
Beginn von N 30, einem Prosagedicht in 31 Kapiteln von Jeroen Mettes (1978-2006) nach: Daniel Rovers, „Das absolute Gehör für bullshit – Der Dichter Jeroen Mettes“, in: Schreibheft 84 , S. 138.
I Wenn ich Boethius lese, dann wird die Zeit mit dem Raum zur Zelle.
I Wenn ich die Illustrationen betrachte, die Boethius in der Zelle mit der Dame Philosophie zeigen, dann erscheint mir die Illustration als Zelle, in der andere Zellen aufgeschlossen werden können.
I In der Zelle des Bilds oder des Texts, der ein Bild beschreibt, Freirräume oder Freiheitsgrade erschliessen, das ist eine Hoffnung, die der Idealismus seit der Antike formuliert.
I Ist das ein Argument?
I Es ist eine Aussage, die weiter ausformuliert werden sollte.
JSO MAEDER. FIG/bl. Aug. 2015 (1-3) – “pressure. wind out”
August 12th, 2015Headfarm
August 5th, 2015A: Nun denn ein weiteres Bild der Philosophie.
B: Ein Bild zur Anmerkung zur Philosophie. Ein Bild, das sich in eine Tradition der Bilder zur Veranschaulichung von Philosophie als Philosophia stellt, die von Brüchen, Fragmentierungen geprägt ist, in denen sich gleichwohl Stereotypien ausgebildet haben oder ikonologisch stabile Setzungen.
C: Ich recherchiere nun Neurath und Arntz.
D: Mir kommt Hans Bellmer in den Sinn.
E: Peinlich, peinigend eine Philosophie, die auf ihre Organe, Geschlechtsteile, Bellmerelemente gestutzt wird. Sie soll sehen, anschauen, erkennen. Wer setzt das denn mit welcher Ermächtigung, dass sie so zu sein hat, die Philosophie, das philosophische Wesen? Etwas zurecht gestutzt auf Sichtbares, Begreifbares.
F: Die Philosophie kann sie überhaupt etwas begreifen? Vielarmig, ungestaltet erscheint sie im Diskurs, fragmentiert von der Moderne, basteln die Lesenden an ihr, stuzten sie, fügen ihr an Organe, trennen sie erneut ab.
G: Dagegen, nein: Dafür lässt sich Philosophieren als Leerform denken, als Dazwischen, das sich interessiert.
Philosophie
August 3rd, 2015ad post July 14th 2015
– Indem man die frage negativ formuliert, nämlich, was einer philosophie unwesentlich wäre / sein könnte, ergäbe sich eine relevanz dann nicht primär in der frage nach ihrem ‘wie’ … ? Ein jeweils philosophisch wesentliches durch bestimmung eines ‘(et)was’ zu ermitteln, lässt sich schwerlich abgrenzen von dessen (nicht allein philosophischer) eindeutigkeit im zuge einer substantiierung.
Wie aber bemerkt, erkennt philosophie das wesentliche, in welchen verhältnissen lokalisiert sie es – rückt es aus der latenz in die richtige beleuchtung zur konkreten anschauung?
JM







