Thursday, November 22nd, 2007

“In primitiver Gesellschaft ist es eine weitverbreitete Gewohnheit, ein neugeborenes Kind nach Pflanzen, Tieren, Sternen oder anderen Naturgegenständen zu benennen. Man nennt einen Knaben `Tiger` oder `Löwe`, `Rabe`oder `Wolf`; ein Mädchen wird `Mond` oder `Stern` genannt.” * Wurden Kinder auch nach Pilzen benannt?
Flüchtlinge, die auf dem Seeweg von Afrika nach Europa übersetzen,
Salzwasser und Urin gegen den Durst trinken.
Sie driften mit kapputten Motor.
Der wurde vorsätzlich demontiert,
damit sie nach geltendem Seerecht als Schiffbrüchige anerkannt werden.
Ihnen werden phasenweise Worte gewidmet.
Digitale Fotos aus den Agenturen übermitteln zuweilen Ansichten von ihnen.
Gleichwohl erreichen diese Mitteilungen uns nicht.
Die Nachrichten berühren uns vordergründig,
lassen ein schales Gefühl zurück,
zeitigen keine Veränderungen.
ein Wort, das zu einem Pilz zu passen beginnt, wenn man Pilz und Wort aufeinander wirken lässt. Stört nur das “man”. Wir ersetzen es nicht durch “frau”, sondern weichen in eine kollektive Form aus. Auch das klärt nicht befriedigend. Zu klären wäre wie Pilz und Wort in eine Beziehung geraten. Pilze gab es, bevor es Worte gab. Doch werden Pilze anders wahrgenommen, seitdem es Worte gibt. Man beginnt seitdem zu fragen, ob ein Pilz einen Namen trägt, der etwas über seine Verträglichkeit mitteilt. Pilze suchen bedeutet seitdem auch nach Namen zu suchen. Pilze suchen kann auch bedeuten, Namen zu erfinden.
Namen zu erfinden oder Farben und Formen.

are amazing mushrooms, notorious for popping up suddenly and unexpectedley in urban settings….M.Kuo
„Vom empirischen Ich: Wie wird das absolute Ich, ein empirisches Ich?“ fragt N.*