Archive for the 'Thales' Category

Headfarm

Thursday, February 4th, 2016

I Warum werden hier Worte anders geschrieben als üblich?
I Weil wir Angst haben, unter Verdacht zu geraten, unter einen Generalverdacht, in dem unser Einzelfall nicht geprüft wird.
I Unser Einzelfall? Wir kann ein Einzelfall etwas sein, das mehreren (uns) zugeordnet wird?
I Wir sind singulär Mehrere, bilden etwas Besonders, ein Dorf, Tharnels, das anders als andere Dörfer verdächtigt wird.
I Thales wird nicht verdächtigt, mit seinem Namen Thales ist ein glücklicher Zufall verbunden, der zum philosophischen Denken geführt hat, das sich unterscheidet von einem theologischen Denken.
I Thales war arm und reich, verdächtigt, verschroben, schlau, listig.
I Eine Firma, die unser Dorf schützt.
I Ich möchte uns eher von Pytagoras schützen lassen, dessen Anhänger bei einem Brandanschlag ermordert wurden.
I (ch) schütze mich anders, trage Socken, die in der Schweiz hergestellt werden, ich mache Urlaub in der Schweiz, weil ich in der Schweiz Geld verdiene, giesse so Beton in den Reaktor einer gemeinsamen Entwicklung.

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Monday, January 4th, 2016

I Thanarc: Ein Dorf, das unter Genealrveldracht geraten ist: Das ist eine Situation des gegenwärtigen Philosophierens.
I In der philosophischen Ästhetik sortieren Philosophierende Begriffe und Argumente, um ihr Verhältnis zur Sinnlichkeit und zur Kunst zu klären.
I In den Darstellungen der Philosophie sortieren KünstlerInnen ihre Mittel, um ein Verhältnis zur Philosophie zu klären.
I Zur gewesenen Philososophie …
I Tharnacles ist eine Expolsion. In der Eplosion(x) verschwindet die gewohnte Gegenwart.*
I Warum werden hier Worte anders geschrieben als üblich?

*Jurij Lotman, Kultur und E. (Berlin: Suhrkamp, 2010), S. 33

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Thursday, December 31st, 2015

I Tarncacles? Ein Name für die Sternstunde des Philosophen Thales, der den Fluss Halys umleitete, um einem Heer den Übergang zu ermöglichen. So setzt die Karriere des Philosophen als Ingenieur, als Diener der Verhältnisse ein; diese Narration findet hier eine Urkunde, sie wird beglaubigt durch eine zweite Sternstunde, die der geglückten Voraussasage einer totalen Sonnenfinsternis, die sich verwenden liess, um eine Schlacht zugunsten der Unterlegenen zu entscheiden; zwei bekannt gewordene Leistungen, Urkunden, oder besser zwei Stempel auf dem zweifelhaften Blatt, das die Geschichte von den nützlichen Philosophen erzählt.

I Sprechen wir lieber von Pasternaks Position: „Diese Lyrik nimmt nicht, herrscht nicht, zwingt nicht auf, sondern sie ergibt sich – dem Elementaren, dem Überpersönlichen, dessen Sieg nur darin liegt, dass es, von >> allen besiegt ist<<.“ Jurij Lotman über Pasternaks „prinzipielle Weiblichkeit“ (Natur und E., Berlin: Suhrkamp, 2010), S. 143f.

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Sunday, December 27th, 2015

I Th(arnac)ales gelang es, eine totale Sonnenfinsternis vorherzusagen, ihm gelang eine pünktlich eintreffende Vorhersage eines Ereignisses. Er hatte Glück, dass die Vorhersage tatsächlich zutraf. Er hat sein Wissen zur Planung von Zukunft verwendet, und damit eine Alternative zum Glauben an die Götter angeboten, damit ist aber noch nicht die Liebe zum Wissen entstanden, die meiner Ansicht nicht die Gegenwart betrifft, sondern die gemeinsame Zukunft. Ich bin überzeugt, dass die Vergangenheit eine Chance ist, die Gegenwart als Bezugspunkt des Philosophierens zu suspendieren und Zukünfte zu schaffen.
I Tarncacles?

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Thursday, December 24th, 2015

I Thalnes
I Thalnys
I Talac
I Tharnes verstehen.
I Thales vom Halys
I Es soll ein Zufall gewesen sein, dass die Philosophie mit Thales am Halys begonnen hat, seitdem haben wir die Herausforderung, einen Beginn des Philosophierens mit den Zukünften des Philosophierens zu verbinden.
I Dazwischen die Gegenwart, das Durchgangsstadium.

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Wednesday, December 16th, 2015

I Thalnes ist für mich ein Mittel, das Sein kennenzulernen.

 

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Wednesday, December 2nd, 2015

I Zu den Vorsokratikern möchte ich ein Verhältnis suchen wie Réquichot zu einer Pferdeleber und zu einem „verwelkten Blatt“, das „in  einer Erdfurche feststeckt“. Für ihn war die Malerei „ein Mittel, das Sein kennenzulernen“ (Schreibheft 85, S. 117)
I Der Mann ist ein Thales, hiess es in der Antike (Jaap Mansfeld, Die Vorsokratiker I (Stuttgart: Reclam, 1995) S. 39)
I Dieses Problem ist ein Thalnes, eine Frage, wie wir uns definieren. Ziehen wir uns auf die Wi[r(d)]erständigkeit als kleinsten gemeinsamen Nenner zurück? Als ob Wirldelrstrand per se ein Wert ist. Das kann doch nicht sein.

 

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Sunday, November 22nd, 2015

I In bildern röhren stämme sonnenstrahlen.
II  I:  Ist ein Baustamm eine Röhre, die Erde ein Zylinder, die Sonne ein Band aus Feuer, geformt zu einem Rad?
I Anaximander lässt aus dem apeiron einen Kern entstehen, in dem Wasser und Feuer kämpfen: Feuerbänder werden in den Raum gesprengt. Am weitesten entfernt brennt das Feuer des Bands, das Sonne genannt wird. Es hat die Form eines Rads. Nebel verdecken regelmässig Sonne, Mond und Sterne. Im Zentrum davon befindet sich der Zylinder Erde.
I Anaximander denkt mit Hilfe von Artefakten, die er kennt: Rad, Ofen (Glutwindröhre), Gefässe.
I Ich möchte Artefakte denken, die den zeitlichen Abstand zwischen heute und früher, die z.B. die Distanz zu dem Früher des Anaximander und des Thales, modulieren, sie mittels eines Vehikels befahrbar werden lassen. Thalnyss ist ein Zylinder, von dem aus Feuer und Nebel rhythmisch betrachtet werden können.
I Welcher Rhythmus?
I Der unmögliche Takt, die Leerstelle, die eine Pferdeleber aufreisst.

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Tuesday, October 20th, 2015

I Relevant ist das Fragment: die Bestimmung von den Momenten, in denen die Gegenwart nicht als Erfüllung, sondern als Gewahrwerden von Zersplitterungen aufgefasst wird. An dem Wort Zersplitterung stört allerdings, dass es eine Vollständigkeit voraussetzt, die dann verloren geht.
I Wenn ich einen Kreis sehe, denke ich an Vollständigkeit, Vollkommenheit.
I Wenn ich die Posts I I II I II  I und III ansehe, dann liegt nichts ferner als die Vorstellung von vollkommenen Formen. Geometrische, platonische Körper, mit denen sich die antike Philosophie stabilisiert hat, an denen sie sich überhaupt erst aufrichten konnte, sind hier nicht relevant.
I Du wachst ja spät auf. Es ist schon vor langer Zeit geäussert worden, dass statt Vollkommenheiten, nur, „ja, dass nur das Fragment ernst genommen werden kann“ (Oswald Wiener, Notizen zum Konzept des Bio-Adapters, in:Schriften zur Erkenntnistheorie (Wien: Springer, 1996), S. 1.
I Mir stellt sich nun die Frage, wie wir zwischen dem Postulat des Fragments und den Bestimmungen durch mathematisch-formalisierte Formate z.B. in diesem Blog, wie wir in diesem Spannungsverhältnis theoretisch, künstlerisch, poetisch Handlungsräume gewinnen.
I Thales hat die Prinzipien, die Regelmässigkeiten, die er in der Natur beobachtet und gerechnet hat, genutzt, um politisch zu wirken, dass heisst sich zur Macht zu verhalten: Einen Fluss, den Halys, konnte er umleiten oder nicht, um einem Heer den Übergang zu verschaffen. Er hat die Bewegungen der Himmelskörper beobachtet, um Vorhersagen zu treffen, so konnte er als Termin für eine Schlacht ein Datum vorschlagen, an dem sich die Sonne verfinstert. Das hat über Sieg und Niederlage entschieden.
I Die gegenwärtige Philosophie hat das Problem von Tarnac: „Jetzt der Zwischenfall im Wortlaut von Wikipedia: „Am 11. November 2008 wurden mehrere Mitglieder einer autonomen Gemeinschaft aus Tarnac … verhaftet“. (Nathalie Quintane, Schreibheft 85, S. 53).

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Sunday, October 4th, 2015

I „Sie [Johanna von Orleans] überlegt sich neue Angriffsformen. – Leider ist die Zahl militärischer Kniffe begrenzt; es ergeben sich bestenfalls neue Kombinationen altbekannter Kniffe, ein Kniff geht im anderen auf, oder eine unerwartete Verkettung“. (Nathalie Quintane, Schreibheft 85, S. 50)

I Zur gegenwärtigen Philosophie. Ich glaube, dass wir das Entstehen relevanter Fragen in der Dichtung beobachten können, bevor sie philosophisch artikuliert werden.
I Die Headfarm ist ein Wurmloch, das zwischen dem vorgestellten Beginn des Philosophierens im Abendland, den Fragmenten aus der Antike, dem Nichts an Text, das Thales hinterlassen haben soll, und den entstehenden Texten, die erst noch zu schreiben sind, gebildet wird.
I Definiert, im Sinne von Begrenzung oder von Entgrenzung?
I Die Felder, der Philosophie werden dort erfahrbar, wo sie sich von der Wissenschaft, der bildendem Kunst, der Dichtung interessiert distanziert.
I Und die Politik?
I „Tarnac fliesst in mich hinein wie Staub“ (Jean-Marie Gleize, Schreibheft 85, S. 58.)