Archive for the 'Headfarm' Category

Headfarm: Alpensplitter

Monday, February 12th, 2018

I Unschärfen sondern Säulen ab, Flächen entstehen nebenbei, die auf Twitter grüssen.
I Die Steinplatten vor der Haustür sind Splitter der Alpenfaltung. Ihre Zahl ist höher ist, als die Zahl der Haltestellen vom Wohnort bis zum Hauptbahnhof.
I Die Zahl der Haltestellen entspricht der Zahl der Stationen, an denen die Fernzüge von Zürich nach Rom oder Hamburg halten oder ins Puschlav, was nur halb so weit ist, aber abgelegen. Die Zahl der Steinplatten ist höher, auch wenn der Weg kürzer ist als die Fernverbindungen. Exakte sinnliche Phantasie kann bedeuten, die Zahl genau zu bestimmen, erst zählen, einfach zählen, nicht erzählen.
I Die Schleimspuren der Weinbergschnecken werden weniger, je kälter es ist. Ich versuche, aktiv niedere Tiere zu erwähnen, sie als Taktgeber, Normierungen zu denken. Ich möchte damit auch zu Sätzen gelangen, die in Versen anders werden, wenn sie mit Fühlorganen heranstrudeln, was kaum sichtbar wertvoll ist. Silbenplankton. Text mit Text erschliessen, mit Büchern Hallers Verse in seinem Gedicht über Die Alpen  avisieren, infinitesimal, den Kosmos denkend. Ich gehe davon aus, dass Hallers Gedicht auch in einer Welt ohne Bücher relevant bleibt, in dieser Welt, die Papier nass auf den Böden liegenlassen kann.

Zur Erholung ruf ich Geometrie auf, als ob sie geschlechtsneutral ist, gebrauche dann ein Wort, das Oberlehrer loben: Asymptotisch.

Wenn wir so Bilder Linien nähern, bleiben
wir in tangentialen Moden;
rastern wir hingegen Bilder mit Linien,
verkümmern Möglichkeiten der Dynamik,
dann verstärken sich Mechaniken,
die in Winkeln miteinander verschachtelt sind, verlieren die Tendenz zur mentalen Welt.  

Es fehlt das Salz, die Spannung zwischen Reihen,
die sich auch im Wechsel von betont und unbetont, männlichen und weiblichen Versen einstellt. Zu Hilfe kommt dieser pflegeleichten Rasterwelt das Tram. Es setzt dem Grübeln ein Ende, gibt dem Leben Fristen, die es einzuhalten hat.

Headfarm: Figuren/Tram

Monday, February 5th, 2018

I Geometrische Formen erscheinen im Anriss. Pythagoras ist offline, kann das nicht sehen, will das nicht sehen, ist zu berühmt dafür, auch wenn nicht sicher ist, ob er ein goldenes Bein hat. Rechteck, Kreis werden im Blog zu einem Ensemble nebensächlicher Gefüge. Denn es ist so einfach, einen Kreis digital zu platzieren, schwerer fällt, den Kreisinhalt zu füllen.

I Aufs Tram: In einem Tram fallen gelbe Haltegriffe auf, in einem andere der orange Ton der Innenverkleidung, der Bodenbelag nimmt die Farben der Stadt auf, vermengt sie lumpenpunktig. Zwischen ihnen entstehen die Figuren, signalisieren Trends, Proportionen, die der Blick wahrnimmt mit der Absicht, sie zu gestalten, mit Zitaten zu verbinden, süss bitteres unbezwingbares Wild, Worten, die von anderen gebildet, derzeit zur Disposition stehen in den Ökonomien der Datenträger.

Headfarm: Parch: Dörren

Friday, January 5th, 2018

I am parched with thirst …

Orphic gold leaf from Hipponion, ca. 400 BC
Mor T 34

Headfarm: Dunkelwissen

Thursday, January 4th, 2018

I Figuren folgen, die unter Zeitdruck entstehen, ihnen Schönheit zusprechen und nicht fürchten, enttäuscht zu werden.

I Auch nicht wissen, warum und wie sich Vertrauen bildet, das ahnend erhofft wird.

Headfarm: Milk

Thursday, December 28th, 2017

„Let us speak about comets and what is called the ‘milk’ [i.e. the ‘Milky Way’] …”

DOX. T 11

Headfarm: Limmatkapsel

Wednesday, December 20th, 2017

Einer Neigung folgen, sie entsteht wie das Schöne: Ein Impuls, der sich verstärkt. Im Gespräch verändert sie sich, fürchtet sich, weicht zurück, wendet sich, versteckt sich hinter Floskeln, Mustern der Umgangssprache, menschlichen Verkehrsformen. Neigung mit Verkehrsmitteln erkunden, den Strassenbahnen, Schienen, Stromabnehmern. An Sensoren von Drohnen denken, erneut Schutz, diesmal vor autonomen Waffen, in Ecken, Winkeln in der Neigung, die erst entsteht, suchen, ihren schüchternen Klängen, Gebeten, die sie an den Kosmos wendet. Kleine Neigung, die befrachtet wird. Hat kein Sein wie die Bahn, das Tram, dessen Starre Zuverlässigkeit gewährt.

Headfarm: Limmatkapsel

Tuesday, December 19th, 2017

Einem Klang folgen. Möglichkeit entsteht wie Schönes: Impulse, die sich verstärken. Dioden bleiben allein, präservieren Warnungen des Systems. Kritik hingegen verändert Intensitäten, vernichtet zwar nicht, stabilisiert auch nicht, jedenfalls nicht so klar und deutlich, wie die Kritik meint, sich zu artikulieren.

Headfarm: #Gral (Jack #Spicer) – #Nachahmung – #Gelenke

Thursday, December 14th, 2017

I Etwas nachbilden, das schafft eine Form, ein Netz für Wahrnehmungen.

I Netz oder Schlauch oder Röhre?

I Eher eine offene Schale ist die Nachahmung und auch die Wahrnehmung, die durch Nachahmung umgelenkt wird, abgelenkt wird, aus ihren Mustern herausgelenkt wird.

I Verse denke ich als Gelenke, in denen aus Röhren Schalen werden, aus Flächen schwarze Löcher.

I Schwarze Löcher oder weisse?

I Farben blühen in Kelchen, jede Farbe ein Gral.

I Der Gral ist das Gegenteil von Dichtung, Linien nicht, sie sind auch nicht das Gegenteil von Farbe, sondern ihre Mitmöglichkeit.

I „Der Gral ist das Gegenteil von Dichtung“ (Jack Spicer in Mütze 11 übersetzt von Stefan Ripplinger).

I #: Gralersatz.

Headfarm: Slaughterbots – Tristan Tzara/Pontus Hultén

Friday, December 8th, 2017

I “To paraphrase what Tristan Tzara said about Dada: ‘No one can escape from the machine. Only the machine can enable you to escape from destiny’.” Pontus Hultén, “Introduction”: In: The machine as seen at the end of the mechanical age ( New York: The Museum of Modern art, 1968), p.13.

I Drohnen laden Mehreres zum Stellungskrieg, wetzen Profile nach Scans der Gesichtsmaske. Wir weichen aus in Liturgien der Selbstbestimmung, folgen dem Rat Tristans halbherzig. Er schliesst Freundschaft mit den Maschinen. Wir rätseln noch über deren Vorherbestimmung, hoffen auf eine Vorladung zum Polylog.

I Slaughterbots

Headfarm: Gruss aus der Küche

Saturday, November 25th, 2017

Alte Trotte twittert gegen Funkzellenstandards. Silvia bleibt ruhig, weidet Marken, streichelt Gucci-Boy, pfeift Sex Pistols zurück, sollen kuschen, den Tamilen mit der Kühlbox nicht ankläffen, auch wenn der in sein Gerät shoutet. Mutter Natur ist auch da, spricht vom Hass, der auf Angst und Unverständnis zurückzuführen ist, wie beim letzten Elternabend zu bemerken war. Die Leute wissen nicht, warum sie hassen, weil sie verletzt sind, dass etwas sie schmerzt. „Licht ist nämlich Licht für das Licht.“ (Plotin nach Beierwaltes, S. 58). Was Noiz hier? Hat was zum Nerv-Tram zu sagen, der Wildnis der T-Shirts, dem Zound in den Kopfhörern? Geräusch, nois, Noys, Schlamm unter der Brücke. See und Fluss halten die Wassermassen nicht an sich. Auf der Strecke brennts und die Flüsse treten über die Ufer. Fahrt unterbrochen, keine Fahrt möglich, das Stromnetz liegt nieder.