Archive for the 'Null/Zero' Category

Mechanik und Kunst

Monday, December 28th, 2009

Mechanik ist eine Form, sich Dinge nacheinander vorzustellen;

Kunst ist eine Form, sich Dinge gleichzeitig vorzustellen.

Techniken wie Zählen oder Streichen oder Fotographieren; Materialitäten wie Farbe oder Kerben oder digitale Codes (Zero-One-Materialität)  begünstigen unterschiedlich diese unterschiedliche Formen der Vorstellung.

Und Sex? Fordert zu Vorstellungen heraus.

Fludd’ s Black

Monday, September 21st, 2009


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Nils Röller: Schwärzeste Fläche

Friday, September 18th, 2009

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Nils Röller: Turing tears

Friday, September 4th, 2009

IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII…III British seamen owe their lives to Alan Turing. Now

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Nils Röller: Jabès-Kompass

Sunday, May 17th, 2009

Die Verteilung von natürlichem Licht und Schatten folgt dem Rhythmus des Jahres. Sie wiederholt sich. Die massenhafte Verbreitung von künstlichen Lichtquellen ist eine Chance, Schatten und Licht unseres Rechtsbewusstseins neu zu entwerfen, etwa:

Gerechtigkeit muss immer wieder von neuem erfunden werden, gesucht und gefunden werden. Je mehr Menschen leben, desto häufiger, desto notwendiger ist die Suche nach Gerechtigkeit. Jeder Mensch bricht das Licht anders, absorbiert es anders und reflektiert es auf seine Weise. Natürliches Licht, künstliches Licht, ebenso das Licht der anderen. Künstliche Lichtquellen werfen Schatten.

Was wäre eine Gerechtigkeit aus künstlichen Quellen? Arithmetik und Geometrie galten lange als Künste. Descartes schlägt vor, sie als Wissenschaften von den Künsten zu unterscheiden. Dichtung war zu Descartes’ Zeit eine Kunst. Sie ist noch heute eine Kunst. Kann Dichtung als Quelle von Gerechtigkeit dienen? Sie kann zumindest die Wahrnehmung schärfen und an Unrecht erinnern.

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Nils Röller: Jabès-Kompass – Zählen

Monday, April 27th, 2009

Zählen wir, um zu vergessen, dass unser Leben determiniert ist?
Zählen wir, mathematisieren wir, um die Determination unseres Lebens zu erkennen, um zu wissen, was Religionen uns glauben machen wollen?

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Nils Röller: Jabès compass – Song

Friday, April 10th, 2009

Brighten or darken life through song or poetry? At least not silently gamble away this possibility, or the thought of this possibility.

“The graves are returning
spread out in the green tetro
of the ultimate obscurity
in the troubled green
of the first clarity” (Ungaretti)

Culture: Frank Theys’ Technocalyps

Sunday, March 29th, 2009

Culture, Culture of the self, we need to develop organs for perceiving ourselves as aproximations of human beings. A thought triggered by Frank Theys’ Technocalyps.

Sampurna Chattarji: Descending

Monday, February 23rd, 2009

Trampoline: In which the line I bounce off from is – “To descend into yourself means discovering subversion” (Edmond Jabès, The Little Book of Unexpected Subversion) – tucked away in a response to Nils’ text

*

“Descending into light is dangerous.

On the surface I am all skin.”

*

At the top of the morning is a mountain.

She climbs it.

One morning, she discovers it is inside her.

*

“Or what I mean, perhaps, is all light.

It’s my sister who is good with words.”

*

She feels vertical, and rock-steady.

It is on the way down

that she slopes, falls, flattens.

*

“Sis, you dwell in the front of the tongue.

What do you know about what lies underneath?”

*

The next morning, there is nothing to walk towards.

Only movement can still

that demon – speed. Run, she tells herself.

*

“And what if, Sis, at the core of all this light,

there is nothing?

Just a hollow, silent, drum?”

Nils Röller: Sterne innen und aussen

Wednesday, February 18th, 2009

“Blicke zum Himmel empor und zähle die Sterne, wenn Du sie zählen kannst.” (Genesis 15, 5)

Ich denke an Abraham. Sein Name lautet in einer Übersetzung: „der erhaben ist in bezug auf seinen Vater“. Er ist jemand, der etwas gilt, weil sein Vater etwas gilt. Dieser Vater kann Gott sein, etwas, was jede Biografie sprengt, jedenfalls im heutigen Denken.

Abraham wird, wenn man über Subversion nachdenkt, eine problematische Figur. Man kann ihn überbieten. Jabès gibt zu bedenken, wie Abraham überboten oder besser wie das Paradigma Abrahams gewendet werden kann, nämlich indem überlegt wird, dass Gott den Menschen benötigt, dass Gott erhaben wird durch Abraham, der das Lob Gottes voranträgt. Sind solche Gedanken heute produktiv?

Bedingt, wenn man über Subversion nachdenkt. Abraham gilt in bestimmten Traditionen (TRE I, S. 385) als „Aufdecker“ geheimer Wissenschaft. Er soll ein Mann mit magischen Fähigkeiten gewesen sein, Erfinder eines Pflugs, einer, der die Sterne beobachtete. Er gilt also als jemand, der in den Himmel schaut und dadurch mehr weiss als andere. Diese Gedankenfigur lässt sich wenden, und zwar ein Abraham denken, der nicht in die Aussenwelt schaut, sondern in die Innenwelt. Wie kann er dort hineinsehen? Sind Sternenkarten der Inneren denkbar. Lässt sich Subversion so denken?