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I Relevant ist das Fragment: die Bestimmung von den Momenten, in denen die Gegenwart nicht als Erfüllung, sondern als Gewahrwerden von Zersplitterungen aufgefasst wird. An dem Wort Zersplitterung stört allerdings, dass es eine Vollständigkeit voraussetzt, die dann verloren geht.
I Wenn ich einen Kreis sehe, denke ich an Vollständigkeit, Vollkommenheit.
I Wenn ich die Posts I I II I II  I und III ansehe, dann liegt nichts ferner als die Vorstellung von vollkommenen Formen. Geometrische, platonische Körper, mit denen sich die antike Philosophie stabilisiert hat, an denen sie sich überhaupt erst aufrichten konnte, sind hier nicht relevant.
I Du wachst ja spät auf. Es ist schon vor langer Zeit geäussert worden, dass statt Vollkommenheiten, nur, „ja, dass nur das Fragment ernst genommen werden kann“ (Oswald Wiener, Notizen zum Konzept des Bio-Adapters, in:Schriften zur Erkenntnistheorie (Wien: Springer, 1996), S. 1.
I Mir stellt sich nun die Frage, wie wir zwischen dem Postulat des Fragments und den Bestimmungen durch mathematisch-formalisierte Formate z.B. in diesem Blog, wie wir in diesem Spannungsverhältnis theoretisch, künstlerisch, poetisch Handlungsräume gewinnen.
I Thales hat die Prinzipien, die Regelmässigkeiten, die er in der Natur beobachtet und gerechnet hat, genutzt, um politisch zu wirken, dass heisst sich zur Macht zu verhalten: Einen Fluss, den Halys, konnte er umleiten oder nicht, um einem Heer den Übergang zu verschaffen. Er hat die Bewegungen der Himmelskörper beobachtet, um Vorhersagen zu treffen, so konnte er als Termin für eine Schlacht ein Datum vorschlagen, an dem sich die Sonne verfinstert. Das hat über Sieg und Niederlage entschieden.
I Die gegenwärtige Philosophie hat das Problem von Tarnac: „Jetzt der Zwischenfall im Wortlaut von Wikipedia: „Am 11. November 2008 wurden mehrere Mitglieder einer autonomen Gemeinschaft aus Tarnac … verhaftet“. (Nathalie Quintane, Schreibheft 85, S. 53).

 

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