Archive for December, 2009

Sampurna Chattarji: Gift

Thursday, December 31st, 2009

Itinerant fragment

Rove the earth

Looking for blue snow

The cetacean’s song

The singular whisper of a feather.

*

Nomad of the broken syllable

Seeking the sky

May not lead to wholeness.

The flooding of air into your lung

The beginning of a difficult voyage.

*

Push your peripatetic beak

Into the magician’s hat.

Ribbons, scarves, copper wires, cathodes.

A ship in a bottle.

A mercury lake in the palm of a hand.

*

Link your lines

To the snail’s spiral.

Be unafraid of the opposite of speed.

Gather every gift

And walk across the untamed page.


Sampurna Chattarji

Wednesday, December 30th, 2009

Tränen-Tote: Mogelei

Wednesday, December 30th, 2009

Anmerkung zum Auto und damit zu Bildern, die wir heute haben, während frühere Zeiten sie nicht hatten:  Während sich Duchamp und Beuys mit unsichtbaren Kräften (nicht-retinalen Osterhasen) beschäftigen, denken wir über Mechaniken nach, über Autos, Bratenwender, Maschinen. Im Unterschied zu dem Wirbel, den die Schamanen um ihre Osterhasen, Kojoten, Phiolen und Pelikanherzen erzeugen, machen wir nichts anderes, als in der Sprachmaschine zu sitzen und diverse Gänge ihrer Schaltung auszuprobieren, Versuche in Scheisse eben oder Versuche, den Ast abzusägen, auf dem wir sitzen.

Dabei mogeln wir – wenn mogeln bedeutet ungenau zu sein, wo man genau sein kann – wohl ein bisschen, wenn wir zum Beispiel dieses Gespräch mit einem Tonband aufzeichnen, also unsere Wortgangschaltungen von elektrisch-magnetischen Kräften aufnehmen und speichern lassen. Wir sollten darauf verzichten, solange wir nicht genau wissen, wie so ein Tonband genau funktioniert.

Wer sagt was wir sollen?

Die Sprachmaschine!

Und was ist mit dem Tonband?

Das legt uns nahe, aufzuzeichen, was wir hier sagen.

Judith Albert

Tuesday, December 29th, 2009

Tuesday, December 29th, 2009

Tränen-Tote

Tuesday, December 29th, 2009

Anmerkung zu etwas über den Bratenwender von Cyrano de Bergerac, das Dieter Roth für Quatsch hält: Je mehr Geräte existieren, desto mehr und desto genauere Vorstellungen sind möglich. Deshalb ist unsere heutige Zeit reicher an Möglichkeiten als frühere Zeiten. Spannend wird es, wenn diverse Vorstellungsgruppen, z.B. westlich-mechanistische mit östlichen, zusammentreffen. Die Vorstellungen vom qi, die nun in Sexualratgebern ebenso wie in Managementratgebern, verbreitet werden, fordern zum Umbau unserer Mechaniken heraus, das heisst aber nicht, dass das mechanistische Paradigma erledigt ist, auch wenn die Magnetosophen (Beuysquatscher) und Elektrowellenmystiker (Duchampwisser) das glauben.

Barbara Ellmerer: The Magus, Celestial Intelligencer

Monday, December 28th, 2009

Monday, December 28th, 2009

Mechanik und Kunst

Monday, December 28th, 2009

Mechanik um ihrer selbst willen betrieben (reines Mittel), kann Kunst werden.

Kunst um ihrer selbst willen betrieben, kann mechanisch wirken.

Mechanik gliedert,

Kunst fasst zusammen.

Duchamp: Gibt zu bedenken, dass nicht jede Zusammenfassung akzeptiert wird.

Kant: Gibt zu bedenken, dass mechanisches Denken Möglichkeiten bietet, Freiheit zu denken.

Schelling: Bestimmte natürliche Kräfte, solche, die in Schellings Zeit zur Bestimmung gelangten (Elektritzität und Magnetismus) legen nahe, dass ein absolutes Wesen existiert, das mit der Idee der Freiheit nur umständlich vereinbart werden kann.

Auktionator: Bei der Auswertung einer Privatsammlung, die im Rahmen eines Insolvenzverfahrens veräussert werden muss, tauchte ein Tonband mit dem Titel “Tränentote” auf, das die Serie “Unterhaltungsmusik” von Dieter Roth und Oswald Wiener erweitert.  “Tränentote” formuliert Standards der erkenntnistheoretischen und -praktischen Kunstkritik.

Mechanik und Kunst

Monday, December 28th, 2009

Mechanik ist eine Form, sich Dinge nacheinander vorzustellen;

Kunst ist eine Form, sich Dinge gleichzeitig vorzustellen.

Techniken wie Zählen oder Streichen oder Fotographieren; Materialitäten wie Farbe oder Kerben oder digitale Codes (Zero-One-Materialität)  begünstigen unterschiedlich diese unterschiedliche Formen der Vorstellung.

Und Sex? Fordert zu Vorstellungen heraus.